Nudist Sonnenfreunde Sonderheft Magazines 109, 110, 111, 112

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Nudist Sonnenfreunde Sonderheft Magazines 109, 110, 111, 112

Title: Nudist Sonnenfreunde Sonderheft Magazines
Numbers: 109, 110, 111, 112
Format: .JPG
Size: 93.2 MB

Download Link:
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Langeweile mit Angela
Auf gepackten Koffern

Nudist Sonnenfreunde Sonderheft Magazines
Eigentlich ist es nur eine ganz schlichte Geschichte, ohne Dramatik, ohne Knallpointe. Trotzdem macht genau ihre Schlichtheit Millionen junger Menschen — ja, das kann man ohne Übertreibung sagen: Millionen — auf der ganzen Erde Schwierigkeiten.
Darum ist es also vielleicht ganz gut, wenn man mal versucht, das Thema dieser Geschichte am Kanthaken zu kriegen.
Wie fang’ ich an? Am besten wohl mit dem Anfang, und dieser Anfang stieß mir auf, als ich wieder mal in irgendeiner Zeitschrift irgend so eine »Lebensberatungsrubrik« las, wie sie von irgendeinem Dr. Müller, Dr. Miller oder Dr. Möller (Psychologe) »gestaltet« wird.
Da wollte ein Siebzehnjähriger folgendes wissen: Er habe seit 3 Monaten eine feste Freundin, die Angela, alles sei prima, man sehe sich alle zwei Tage, telefoniere täglich, aber obwohl sie beide immer noch sehr verliebt ineinander seien, werde die Sache inzwischen langweilig. Woran das wohl liege?
Die Antwort des Psychologen, sinngemäß und kurzgefaßt: Die Langeweile entstehe meist nicht durch Gewohnheit, sondern weil irgendwas nicht deutlich genug ausgesprochen sei. Die Tabus müßten rasiert werden…
Als Kind hab’ ich mal gedacht, Psychologie sei was zum Essen.
In Teenager-Jahren hab’ ich gemeint, Psychologie habe was mit Seelenkunde zu tun und könne mit ihrem Handwerkszeug in allerlei Notsituationen helfen.
Inzwischen hab’ ich einen Hund, Rex mit Namen, der »riecht«, wenn ich Ärger habe; dann trabt er an, der inzwischen schon etwas in die Jahre kommende Schäferhund, legt mir seine Schnauze aufs Knie, guckt mich von unten rauf an und sagt: »Ich glaube, in letzter Zeit wurde Verschiedenes nicht deutlich genug zwischen uns ausgesprochen. Laß uns gemeinsam die Tabus rasieren . . .«

Nein,’ mein Rex kann natürlich nicht sprechen. Dennoch biete ich ihn jeder Redaktion zur Auswechslung gegen ihren Dr. Müller/Miller/Möller an: weil Rex, im Gegensatz zu jenem Lebensberater, nämlich weiß (im Sinne eines Wissens, das keine Worte benötigt), was Takt und Stil, Einfühlungsvermögen und Nerv, Instinkt und Air bedeuten, Begriffe, die im Handwerkskasten jenes »gelernten« Psychologen offenbar völlig fehlen: daß es »Räume« selbst in den besten Paarbeziehungen gibt, die tabu bleiben müssen —die keine Worte vertragen, für die es nicht mal Worte gibt — schon gar nicht für Menschen, deren Talent und Beruf kaum darauf abgestellt sind, Diffiziles in Worte zu fassen (welch ein geradezu morbider Irrtum dieses sogenannten Seelenkundlers, der das, trotz aller Studiererei, offensichtlich am allerwenigsten kann — und trotzdem auf die Menschheit losgelassen wird: er hat ja ein Diplom, na ja).
Es war — vor Jahren — an einem FKK-Strand auf Borkum. Da gab es ein Jungpärchen, und wir »Älteren« hatten unser Entzücken daran. Er: 17, sie: 16 — ein Pärchen, als ob der olle Minnesänger Walter von der Vogelweide es als Musterexemplar dieser Sommerwochen hingestellt hätte: »Ich bin din, und du bist min . . .« Sie ließen sich fast nie von der Hand, geradeso, als ob sie sich sonst verlieren könnten — sie sahen sich schweigend und lächelnd ständig so tief in die Augen, daß sie darüber Mittagessen und Sonnenuntergang vergaßen — sie waren so eng mit-einander verhakt, daß sie manchmal geradezu übereinander stolperten: die zwei waren eine Augenweide für uns Ältere. »Schau an«, sagten wir, »so schön kann Liebe sein«; wir sagten es nicht ironisch, wir sagten es nicht mal neidisch, wir sagten es geradezu glücklich, weil von den beiden jungen Typen eine Art von Strahlen ausging, daß auch wir Älteren einen kleinen Schimmer, dankbar entgegengenommen, davon abkriegten.

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