Fkk Sonnenfreunde Sonderheft Nudist Magazines 105, 106, 107, 108

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Title: Fkk Sonnenfreunde Sonderheft Nudist Magazines
Numbers: 105, 106, 107, 108
Format: .JPG
Size: 89.2 MB

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Fkk Sonnenfreunde Sonderheft Nudist Magazines

Alex läßt grüßen
Einmal mußte ich — Gottseidank selten genug — in die Stadt, wahrscheinlich zu irgendeiner Behörde, hatte mich schon stadtfein gemacht, mit Bügelfalte und Schlips, da kam mir — es war ein warmer Hochsömmertag — Alex mit dem Gartenschlauch quer; und er wollte tun, was er immer schon gern zu seinem Vergnügen getan hatte; mich mit dem Schlauch zu bespritzen. »Stop«, rief ich, »heute nicht, Bub, ich muß weg — du siehst doch, ich bin schon in Schale . . .«. Nix zu machen: Alex jagte mich wie ein Schachterlteufel, ich bat, ich flehte, erfolglos: da griff ich ihn unversehens und rasch, ehe er noch »abschießen« konnte, legte ihn übers Knie und versohlte ihm den Hintern (wobei zu bemerken ist, daß der Bub bis zu diesem Moment von mir niemals auch nur den geringsten »Puff« abgekriegt hatte —jetzt verdrosch ich ihn: erst nahm er’s als Spaß, bis er durchschaltete: das war ja ernst, er jaulte auf (so schlimm waren sie freilich auch wieder nicht, die paar Klapse auf sein Hinterteil), befreite sich und tobte ab, ins heimatliche Nachbarhaus; ich hinterher. Denn natürlich mußte ich seiner Mutter erklären, mußte mich entschuldigen; schließlich hatte ich doch kein Recht, als Fremder ihren Sohn zu verdreschen. Aber die Frau Nachbarin — wir waren damals erst kurz bekannt — war eine prima Frau, sie grinste: »Ich weiß, daß Sie ihn mögen, und wenn Sie ihn mal quergelegt haben, hat er es bestimmt verdient.« Ich bedankte mich, sagte ihr, wie fabelhaft ich ihre Reaktion fände, und wenn sie denn schon so gradlinig über Kindererziehung denke, so sollten wir doch mal ein Experiment machen: wir sollten beobachten, ob Alex sich — früher oder später — über diese Dresche bei ihr beschweren werde. Sie war einverstanden, und die Tage vergingen, die Wochen —kein Alex ließ seiner Mutter gegenüber auch nur ein Tönchen verlauten.

Aus den Wochen und Monaten wurden Jahre, die Nachbarschaft wurde jedes Jahr besser. Niemals gab es einen Anlaß, der die gute Atmosphäre getrübt hätte. Eines Tages, es war ein ähnlicher Sommertag wie damals, stand Alex — er war inzwischen etwa 17 geworden — auf dem Balkon seines Elternhauses, ich stand in meinem Garten, zu seinen.

Füßen sozusagen, und ich sprach zu ihm hinauf, wie wir beide so intensiv den Tag genossen: »Feiner Tag heute, und prima Nachbarschaft bei uns, nie Streit, was?« — »Nicht immer«, sagte Alex, »etwa die Sache mit dem Gartenschlauch damals.« Was ist Resume, Quintessenz — was ist die Moral von der Geschicht’? — pflegt an solcher Stelle der pädagogische Moralist zu fragen: Einmal in 17 Jahren hatte Alex testen wollen, wo denn wohl die Grenze sei; wie weit er mit mir »spielen« könne — t. einmal in 17 fahren, sechs jahre alt, hat er daraufhin ein bißchen Kloppo auf Popo bekommen, um meinerseits diese Grenze zu markieren — und dieses eine Mal ist ihm, weil es so »einmalig« war und blieb (Wiederholungen waren ja nicht nötig, er hatte sofort begriffen) elf Jahre lang (siebzehn minus sechs) im Gedächtnis geblieben; weil es damit die einzige ungute Episode zwischen uns war; wie schön, solch eine »Prügelstrafe« — oder?

Zur Räson bringen
Ein bekannter bayerischer Psychiater, von einer besorgten Mutter befragt, wie sie es anstellen müsse, ihr widerspenstiges Söhnchen zur Räson zu bringen, antwortete: »Streichen Sie ihm mit einer angefeuchteten weichen Bürste sanft übers Köpfchen . . .« — »Und wenn das nicht hilft?« — »Dann drehen Sie die Bürste um und hauen ihm eins übern Grind damit . . .« (Grind = bayerisch = Schädel). Wie also schon angedeutet: Es gibt allerlei gegen und freilich auch für »Handgreifliches« zu sagen …

Schall und Rauch
Gut Ding will Weile haben — der Spruch ist bekannt. Während aber noch die beamteten Schul-Autoritäten diskutieren, ob nicht vielleicht doch ein »bißchen handgreiflicher Nachdruck« im Unterricht möglich sei, hat die einzige verbindliche Autorität, der Typ an der Basis, sprich: Schüler, längst schon gesprochen; freilich nicht im Unterricht; Erkenntnisse während des Unterrichts darzubringen hieße, sich unfein anschmeißen. Der verbindliche Platz für Erkenntnisse ist einzig und allein —seit eh und je übrigens schon — die Wand des Schüler-Klos. Dort steht in krakeligen Filzstift-Buchstaben die einzig logische Einsicht in die gegebene Situation und damit sinngerechte Abwandlung obigen Spruches; »Gut Kind will Keile haben. « Übersetzt ins Gepflegte: Worte sind Schall und Rauch, besonders pädagogische, die zur Läuterung führen möchten. Erst wenn’s »raucht «, ist damit für schläfrig vor sich hintrottelnde Schülerscharen das Signal gesetzt, wo’s langgeht . . . (Selbsterkenntnis ist etwas ganz Herrliches — Alex läßt grüßen).

Gerd Berendt

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